PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Review: KJW P226/S26



4ndi
12.06.2007, 20:48
Review: KJW P226


Tach Leutz

Da sich die KJW P226 wohl doch größerer Beliebtheit erfreut als ich dachte, hab ich mich mal wieder hinter die Tastatur geklemmt, um euch ein neues Review präsentieren zu können. Hoffe hiermit Einigen weiterhelfen zu können und noch offene Fragen beseitigen zu können. Von KJW gibt es 2 Versionen der P226. Einmal eine ca. 120€ teure Version (KJW S26) und eine ca. 160€ teure Version (KJW P226). Der einzige Unterschied zwischen beiden Versionen besteht darin, dass die teurere Version original Sig Sauer Markings besitzt und zudem in einem gepolsterten Kunststoffkoffer ausgeliefert wird. Es wird zwar teilweise behauptet, dass die günstige Version ein festes HopUp hätte, aber dies ist falsch! Ich hab mich für die günstigere Version entschieden, da mir original Markings keine 40€ wert sind und ich auch keinen Koffer für meine Pistole brauche. Fangen wir auch ohne großes Rumgerede direkt mit dem…

Lieferumfang

…an. Die Verpackung ist eher unspektakulär und erinnert mich an meine alten KJW P8 die ich vor 3 Jahren mal besaß. Auf dem Deckel ist die P226 selber, der KJW Schriftzug in rot und groß „KP-01 Full Metal“ abgebildet. An den Seiten sind noch Sicherheitshinweise, die P226 und noch Made in Taiwan aufgedruckt. Deckel aufgemacht und schon erblickt man den Gegenstand der Begierde, umgeben von weißem Kunststoff.
http://img297.imageshack.us/img297/6858/verpackungmg9.jpg
Papierkram fehlt auf dem Bild.
In unserem Falle eine KJW S26 (weiter nur noch „P226“ genannt)der ein „LoadingTool“, ein Päkchen BB´s und Papierkram beiliegt. LoadingTool und das Päkchen BB´s sind nicht gut verpackt und „fliegen“ in der Verpackung unter Umständen hin und her. Genug über die Verpackung und Co. geredet und kommen wir auch schon zum…

Ersteindruck

„P226“ aus der Verpackung genommen und direkt fiel mir das hohe Gewicht und die kompakte Bauweise auf. Sie ist etwas breiter als eine 1911, allerdings fällt dies nicht weiter negativ auf. Die komplette GBB fühlt sich sehr gut an und man kann auf den ersten Blick nicht meckern. Lediglich der Abzug wirkt auf mich ein bisschen billig, aber dazu weiter unten mehr. Schlitten hat meiner Meinung nach schon ein bisschen zuviel Spiel und klappert deswegen leicht. Die „P226“ besitzt keine Sicherung da sie ein Double Action-Abzugsystem besitzt. Möchte aber nicht zu weit vorgreifen und kommen wir somit zu…

Äußeren

Die GBB besteht, bis auf den Messing Innenlauf, komplett aus schwarzem Metall und Kunststoff (Griffschalen). Schlitten und Body sind in dem gleichen Farbton gehalten und passen somit sehr gut zusammen.
http://img167.imageshack.us/img167/5093/p226yp2.jpg
Der Schlitten hat in den Führungsschienen vom Body recht viel Spielraum und wackelt deswegen meiner Meinung nach schon etwas viel. Der Schlitten besteht, wie sicherlich schon bekannt, aus schwarzem Metall und nimmt mit Innenlauf, HopUp- und BlowbackUnit etwa 1/3 des Gesamtgewichts in Anspruch. Bis auf den hinteren Teil, in dem Rillen eingearbeitet wurden, weißt der Schlitten eine absolut glatte Oberfläche auf. Ich nehme an die Rillen sind dafür gedacht um besseren Halt, wenn man den Schlitten per Hand repetieren muss, zu gewährleisten. Um den Schlitten demontieren zu können, muss lediglich ein Hebel über dem Abzug um 90° nach unten geschoben/gedreht werden, aber dazu mehr unter „HopUp“. Gehen wir über zum Body. Dieser besteht ebenfalls aus schwarzem Metall und weißt, genauso wie beim Schlitten, eine glatte Oberfläche auf. Vor dem Abzugsbügel auf der Unterseite des Bodys wurde eine Railschiene angebracht, um Laser, Lampen usw. anbringen zu können. Aber Achtung, dass Anbringen von Lasern oder Lampen an ASGs, ist in DE verboten! An der Reailschiene ist allerdings deutlich eine Gussnaht zu erkennen, welche man aber eher selten zu Gesicht bekommt.
http://img50.imageshack.us/img50/2748/railkp2.jpg
Um besseren Halt zu gewährleisten, wurde die vordere Seite des Abzugsbügels mit Rillen versehen. Jetzt kommen wir zu einem der Kritikpunkte: der Abzug. Beim ersten bekucken und anfassen dachte ich schon, dieser wäre aus Plastik, da er ziemlich billig aussieht und er sich auch so anfühlt. Aber Entwarnung, der Abzug ist wie der Rest der GBB aus Metall. Beim Abzug hat KJW allerdings geschlampt, denn dieser hat zu jeder Seite 1-2mm Spiel, was eigentlich nicht vorkommen sollte. Im Gegensatz zu vielen anderen Pistolen, besitzt die P226 keine Sicherung, sondern stattdessen einen Entspannhebel! Neben diesem gibt es noch einen Magcatch, Schlittenfanghebel und einen „Demontagehebel“.
http://img523.imageshack.us/img523/9336/bedienteilebc0.jpg
Alle Bedienteile wurden mit Rillen für bessern Halt versehen. Um den Entspannhebel bedienen zu können, muss ich die Hand allerdings ein bisschen drehen, sonst kann ich diesen nicht richtig bedienen. Bisher funktionierte der Entspannhebel einwandfrei und es hat sich auch kein Schuss ungewollt gelöst. Zum Magcatch und Schlittenfanghebel muss ich wohl nichts mehr zu schreiben. Alle Bedienteile sind nur von rechts bedienbar, was für Linkshänder unter Umständen zu Problemen führen könnte. Die Griffschalen bestehen aus Kunststoff und wurden mit einem rauen Profil versehen. Da die Griffschalen auf der Rückseite durch eine (deutlich sichtbare) Gussnaht miteinander verbunden sind, bilden sie somit eine komplette Einheit um den Griff. Die Griffschalen sind mit 2 Schlitzschrauben auf jeder Seite gesichert. Zu erwähnen sei, dass sich eine Öse für eine Fangschnur am Griffende befindet. Durch das hohe Gewicht der Pistole und durch den Umstand, dass die Öse nur aus Plastik besteht (welches in der Mitte auch noch geklebt ist), muss man beobachten wie belastbar diese Öse wirklich ist.
http://img50.imageshack.us/img50/8674/gussnahtgriffpv2.jpg
So „interessant“ die linke Seite der Pistole (wenn man die Pistole im Anschlag hat) durch die Bedienteile und Markings aussieht, umso langweiliger wirkt die recht Seite durch das fehlen jeglicher Bedienteile und Markings! Gezielt wird wie üblich per Kimme und Korn welche mit weißen Punkten hinterlegt sind. Die Visierung ist nicht verstellbar und hier gilt, Haltepunkt ermitteln. Nun gut, denke das sollte es soweit gewesen sein und kommen wir zu den…

Markings

Da ich mich für die günstigere Version entschieden habe, darf man beim Thema Markings nicht wirklich viel erwarten.
http://img527.imageshack.us/img527/4729/markingsoq7.jpg
Auf dem Schlitten wurden die Pflichtmarkings eingraviert und weiß hinterlegt. Ansonsten findet man nur noch auf beiden Seiten auf den Griffschalen den KJWorks-Schriftzug.
Gut, das soll es dann soweit auch schon mit dem Äußeren gewesen sein und kommen wir zum…

HopUp

Dieses ist bei beiden Versionen mittels Rädchen (kein Werkzeug nötig) auf das jeweilige Kugelgewicht einstellbar. Um an das HopUp zu gelangen, muss erst das Magazin raus, dann den „Demontagehebel“ um 90° nach unten drücken bis dieser einrastet und schon kann der Schlitten nach vorne abgezogen werden. Kurzer Blick auf das HopUp und schon weiß man wie es eingestellt werden muss.
http://img405.imageshack.us/img405/539/hopuprt7.jpg
HopUp auf 0,25g eingestellt.
Um den HopUp-Effekt zu erhöhen muss das Rädchen lediglich in Pfeilrichtung nach rechts gedreht werden. Da das HopUp in den jeweiligen Positionen nicht einrastet, muss man beobachten ob sich dieses eventuell selber verstellen könnte. Um die HopUp-Einstellung überprüfen zu können, muss man den Schlitten logischerweise noch mal montieren. Das Zurückstellen des „Demontagehebels“ kann manchmal ein bisschen knifflig werden, da man nicht immer direkt den Punkt erwischt, an dem sich der Hebel zurückstellen lässt. Entspricht die Einstellung nicht dem angestrebtem Ergebnis, muss der Schlitten noch mal ab und das HopUp neu eingestellt werden. Denke zu dem Thema bedarf es keiner weiteren Worte und kommen wir zum…

Magazin

Viele werden bei dem Wort KJW an undichte Magazine und an exorbitant hohen Gasverbrauch der alten KJW GBBs denken. Das waren auch meine ersten Gedanken als ich mich für die P226 näher interessierte, allerdings kann ich euch beruhigen. KJW hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und das Magazin ist bei richtiger Lagerung absolut dicht! Frisch vom Händler war das Magazin am Anfang zwar leicht undicht (falsche Lagerung), aber mit ein paar Spritzern Silikonspray auf die Dichtungen und schon ist der Spuk vorbei. Nach Gebrauch sollte man immer ein bisschen Gas im Magazin lassen, ab und zu mal ein Tröpfchen Silikonspray auf die Dichtungen und ihr habt keinen Ärger mit eurem Magazin.
http://img235.imageshack.us/img235/741/magazinav8.jpg
Bei langsamer Schussfolge schaff ich 51BB´s mit einer Gasfüllung. Bei 2-3 Salven hintereinander (schnell geschossen), mit kurzer Pausen dazwischen (so wie wohl die Meisten die GBB im Spiel verwenden werden) schaff ich ca. 45 BB´s sprich fast 2 Magazine. Die letzten 5 Schuss werden aber zunehmend schwächer. Dank doppelreihiger Bauweise beträgt die Magazinkapzität 25 BB´s, was für eine Backup mehr als ausreichend sein sollte. Der GBB liegt zwar ein LoadingTool bei, allerdings würde ich aus Komfortgründen jedem das Nachladen per TM-LoadingTool+Pistolenadapter empfehlen, da dies genauso gut, aber schneller geht. Das soll es mal soweit gewesen, sein und kommen wir zum…

Schusstest

Magazin mit Gas und BB´s befüllt, durchgeladen und erstmal den Chrony zu Rate gezogen.
Dieser (Guarder Speeder 2000) sagt folgendes bei der Verwendung mit Sniperairguns GreenGas (http://img241.imageshack.us/img241/2918/gaseon9.jpg) und TFC 0,20g:
292, 291, 282, 287, 286, 286, 286, 281, 287, 280

Für eine Backup die eigentlich für den Nahkampf auf 10-15m gedacht ist, nicht gerade schwach und sogar mancher AEG, zumindest von den FPS-Werten her, überlegen. Beim Schusstest hab ich 0,25g X-Treme verwendet, da ich diese auch im Spiel verwende.

10m
http://img152.imageshack.us/img152/1130/10mlr2.jpg

15m
http://img152.imageshack.us/img152/7393/15mwx3.jpg

Wie man sieht, ein durchaus annehmbares Ergebnis. Ich muss leicht oben-rechts anhalten. Zum Scheibenschießen oder ISPC ist die P226 zwar eher weniger geeignet, aber für unsere Zwecke ist sie mehr als ausreichend.
Die maximale Reichweite beträgt ca. 30m und auf 25m kann man jemanden noch effektiv „bekämpfen“. Der Blowback würde ich als stark bis sehr stark einstufen und die ganze Waffe klingt sehr metallisch was, neben dem Gewicht, den Eindruck verstärkt man hätte eine echte Waffe in der Hand. Durch das Double Action-Abzugsystem besitzt die P226 keine Sicherung die den Abzug oder den Schlitten blockiert. Ist der Hahn gespannt, lässt sich die Pistole wie gewohnt abfeuern. Ist der Hahn entspannt, kann die Waffe trotzdem abgefeuert werden, indem das erhöhte Abzugsgewicht einfach überwinden wird. Dadurch kann es nicht mehr passieren, dass man in brenzligen Situationen vergisst die Waffe zu entsichern (schon paar mal passiert). Allerdings sollte man, wenn man die Pistole in das Holster steckt, mit dem Daumen gegen den Schlitten drücken damit dieser nicht hängen bleibt und leicht repetiert. Lässt sich meiner Meinung nach aber leicht verschmerzen, wenn man dafür die Vorzüge des Double Action Abzugsystems ausnutzen kann. Alles in allem ist das Handling der P226 umkompliziert und sehr einfach. Hab bisher 3 Spiele und zusätzlich ca. 400 Testschüsse mit der P226 verschossen und bisher gab es noch keine Fehlfunktion zu verzeichnen. An Stellen wo Metall auf Metall trifft, kommt es schnell zu Gebrauchs-/Abnutzungsspuren, wohingegen der Schlitten und Body gegen Kratzer aus dem „Spielbetrieb“ heraus, recht unempfindlich sind. Hoffe habe nix vergessen und kommen wir wie üblich an dieser Stelle auch schon zum Ende, welches ich euch in Form des…

Fazit

…präsentiere.

Pro:
-Leistung
-Magazinkapazität
-Double Action-Abzugsystem
-Vollmetall
-starker Blowback
-Handling
-einstellbares HopUp



Contra:
-wackeliger Schlitten und (billiger)Abzug
-Markings
-feste Visierung

Die KJW P226 ist von der Verarbeitung her zwar nicht das Beste was ich bisher hatte, aber ich bin trotz meiner Bedenken gegenüber KJW am Anfang, mehr als zufrieden und bereue den Kauf nicht. Hätte sich KJW beim Schlitten und dem Abzug etwas mehr Mühe gegeben, hätte zumindest ich nichts mehr am Äußeren (bis auf die Markings) zu meckern. Den Kritikpunkt „Markings“ lässt sich ganz simpel bereinigen, indem man zur 40€ teureren Lizenzversion greift. Wer auf Originalmarkings wert legt, wird dies mit aller Wahrscheinlichkeit sowieso tun ;). Hoffe hab nichts vergessen und es konnten alle Fragen/Zweifel usw. beseitigt werden. Ist dies nicht der Fall, steh ich euch gerne für weitere Fragen zur Verfügung oder noch besser, ihr stellt eure Fragen/Bedenken usw. im Forum (aber Suchfunktion vorher benutzen).

MfG