PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Review: AGM MP008 (M14) by Claudio



Claudio
08.02.2007, 21:07
Review Zum AGM MP008/M14
Written by claudio
http://furkaoberalp.de/reviewm14/S7000113.jpg
INHALT:

Technische Daten
Das M14
Verpackung & Lieferumfang / Ersteindruck
Markings
Optik, Material & Verarbeitung
Handling
Magazin
Visierung & Zielen
Schusstest
Zubehör
Skirmtauglichkeit
Bewertung & Fazit

Bevor ich es vergesse: Die Bilder wurden alle mit Blitz gemacht - ein vernünftiges Ausleuchten war mir nicht möglich. Also sind nicht alle Bilder farbecht.

TECHNISCHE DATEN:

Typ: M14
Modell: AGM MP008
Kaliber: 6mm BB
Material: Kunststoff/Metall
Magazinkapazität: ca. 50 Schuss/450 Schuss im Kugelspeicher
Länge: 113cm
Gewicht leer: 3400 g
Gewicht komplett: 3920 g
Betrieb: Akku (7 x D / 8,4 V)
System: AEG
Feuermodi: Semi- und Vollautomatik
Hopup: Ja, einstellbar
Energie: <0,5 Joule, ca. 0,48 J (nach Händlerangaben)
Bezugsquelle: Softair-Professional bzw. BEGADI

DAS M14:

Das M-14 ist ein amerikanisches Sturmgewehr, welches 7,62 mm Munition verschießt. Das M-14 wurde von John Garand aus dem M1 weiterentwickelt. Es wurde 1957 in die US-Armee als neues Standardgewehr eingeführt und löste das M1 ab. Das Gewehr wurde im Vietnamkrieg eingesetzt, wo es aber aufgrund veränderter Anforderungen ab 1967 durch das M16 als Standardgewehr ersetzt wurde. Heute wird das Gewehr nur noch in geringen Stückzahl von Spezialkräften der US-Streitkräfte sowie der Polizei eingesetzt. Es besteht aber derzeit durch die Erfahrungen in Afghanistan und Irak eine deutliche Tendenz das M14 aufgrund der stärkeren Munition und somit höheren Durchschlagskraft als Designated Marksman Rifle (DMR) oder als Enhanced Battle Rifle (EBR) wieder in allen US-Teilstreitkräften einzusetzen. Vom M-14 wurden ca. 1,3 Millionen Stück im Zeitraum von 1959 bis 1964 produziert. Das M14 gehört mit zu den präzisesten Selbstladegewehren, welche hergestellt wurden.
(Text by http://de.wikipedia.org)


Meine Erwartungen an das M14 waren, vor allem wegen des Preises, sehr hoch. Da es sich hierbei um einen Nachbau des M14 von Tokyo Marui handelt, erwartete ich vor allem eine gute Verarbeitung und gute Schussleistung. An AEGs, die ich als Vergleichsobjekte heranziehen könnte, besitze ich lediglich ein Well R6, ansonsten nur Springs.

VERPACKUNG & LIEFERUMFANG / ERSTEINDRUCK:

Das M14 kommt in einem sehr langen (fast 120 cm) Karton, der mit einem großen Bild der AEG, Sicherheitshinweisen und den wichtigsten technischen Daten bedruckt ist.
http://furkaoberalp.de/reviewm14/S7000115.JPG
Im Karton befinden sich:
- High Cap Magazin aus Metall mit Schlüssel
- Akku
- Ladegerät
- Sling
- 200 BBs
- Abnehmbare Weaver-Schiene
- Putzstock
- Sicherheitshinweise und Bedienungsanleitung
- Und, nicht zu vergessen, das M14.
Im Karton stecken alle diese Dinge sehr fest im Styropor und lassen sich nur sehr schwer oder mit Hilfe eines kleinen Messers entnehmen.

Ich hatte nicht damit gerechnet, dass das M14 wirklich so schwer sein würde, als ich es aus dem Karton hob. Trotz der großen Länge und des hohen Gewichts lässt sich das M14 allerdings sehr gut tragen – im Skirm habe ich es aber noch nicht ausprobiert. Mit 113cm Länge ist es insgesamt 26cm länger als ein M4 mit ausgezogener Schulterstütze oder ein AK47. Auch das gelungene Holzimitat gefiel mir gleich auf den ersten Blick.

MARKINGS:

AGM bzw. Double Eagle hat keine Lizenzrechte vom Hersteller Winchester und hat noch nicht einmal ein Marking mit dem eigenen Firmennamen aufgebracht.
Deshalb ist auf dem M14 auch genau ein Marking zu sehen – es stammt vom Importeur, Pro-Line und ist etwas schief, allerdings schön scharf graviert.
http://furkaoberalp.de/reviewm14/S7000117.JPG
In diesem Punkt kann das AGM M14 mit dem Vorbild bzw. dem TM M14 wirklich nicht mithalten.

OPTIK, MATERIAL & VERARBEITUNG:

Das M14 ist ein eindrucksvolles Stück Airsoft. Das liegt neben ihrer Länge und der gelungenen Holzimitation auch an ihrem Gewicht – ohne Anbauteile wie ein Zielfernrohr o.ä. wiegt es fast 4 Kilo. Das hohe Gewicht resultiert aus den vielen Teilen, die aus Metall sind, dazu gehören: Lauf, Mündungsfeuerdämpfer, Kleinteile, Abzug, Gearbox, Visierung, Repetierhebel, Sicherung und Slinghalterung. Aus Kunststoff bestehen Teile des Gehäuses und der Schaft. Das verwendete Metall ist schön matt, allerdings zerkratzt es sehr leicht.

Ebenfalls sehr schön gestaltet wurde das Holzimitat, von dem ich denke, das es besser gelungen ist als das meiner Cybergun AK47.
http://furkaoberalp.de/reviewm14/S7000116.JPG
Es ist nicht so matt wie die Metallbauteile, sondern glänzt unter direkter Sonneneinstrahlung bzw. unter starken Glühbirnen ein wenig. Allerdings gibt es auch hier zwei Kritikpunkte: Unterhalb des Verschlusses finden sich einige kleine Flecken, die entstanden sein müssen, als der Verschluss geölt wurde. Kritisiert werden muss auch die Schweißnaht, die sich über die gesamte Länge der Unterseite des Bodys hinzieht – allerdings ist dies auch die einzige Schweißnaht, die ich entdecken konnte.

Negativ fällt außerdem auf, das es möglich ist, die Feder, die den Ladehebel zurückzieht, innerhalb der ASG durch eine Aussparung im Body zu betrachten. Da ich allerdings nicht weiß, ob diese Aussparung beim Vorbild auch vorhanden ist, möchte ich diesen Punkt nicht negativ bewerten.
http://furkaoberalp.de/reviewm14/S7000118.JPG

HANDLING

Generell: Wer sich mit einer langen und schweren ASG nicht anfreunden kann, sollte das M14 lieber nicht kaufen, denn genau diese beiden Eigenschaften besitzt das M14.

Ansonsten lässt sich sagen, das der Hersteller viele Funktionen des M14 sehr originalgetreu auf die ASG übertragen hat. Der Feuerwahlhebel befindet sich über dem Abzug, hier kann durch eine Drehung um 180-Grad zwischen dem Semi- und vollautomatischen Modus gewählt werden. Die Sicherung befindet sich vor dem Abzug, wird sie in Richtung des Abzugs geschoben, ist das M14 gesichert, wird sie in Richtung Magazin gedrückt, kann gefeuert werden.
http://furkaoberalp.de/reviewm14/S7000119.JPG
Auch der Repetierhebel lässt sich bewegen und öffnet mit einem Geräusch, das ich sehr realistisch finde, den Verschluss, wodurch ein Blick auf die obere Abdeckung der Gearbox geworfen werden kann.
http://furkaoberalp.de/reviewm14/S7000120.JPG
Im Magazinschacht befindet sich an einer etwas ungünstigen Stelle das Rädchen für die Hop-Up Einstellung.
http://furkaoberalp.de/reviewm14/S7000121.JPG
Mehr zu Kimme und Korn weiter unten.

Wer das M14 als DMR nutzen möchte, kann sich auch über die Bohrung im Vorderschaft freuen, da diese ermöglicht, das bei Begadi separat erhältliche Zweibein sehr schnell und unkompliziert zu befestigen.
http://furkaoberalp.de/reviewm14/S7000122.JPG

MAGAZIN

Das Magazin besteht vollständig aus Metall und ist ein High-Cap mit einem Fassungsvermögen von ca. 450 Schuss. Es kann entweder über das typische Rädchen an der Unterseite oder einen mitgelieferten Schlüssel aufgezogen werden. Positiv fällt auf, das bei diesem Magazin Leerschüsse nur in sehr geringem Ausmaß vorkommen.
http://furkaoberalp.de/reviewm14/S7000129.JPG

Zur Verarbeitung: Es handelt sich um dasselbe schnell verkratzende Metall, das auch bei der ASG eingesetzt wurde. Seltsamerweise hat es schon etwas Flugrost angesetzt.
http://furkaoberalp.de/reviewm14/S7000124.JPG

Zu erwähnen bleiben die 3-4 Kugeln, die immer aus dem Magazin herausfallen, wenn das Magazin in vollem oder halbvollem Zustand aus der ASG genommen wird.

Da es sich hierbei um einen direkten Nachbau des TM M14 handelt, passen laut einigen anderen M14-Besitzern auch für das TM M14 gedachte Magazine, bei einigen ist auch noch ein wenig nachfeilen erforderlich.

VISIERUNG & ZIELEN

Auch die Visierung des M14 wurde vom Hersteller sehr gut nachgebaut. Da ich bisher nur die visierung eines M4 und einer AK47 gewohnt war, fiel es mir anfangs sehr schwer, mich an die ziemlich kleine Lochkimme zu gewöhnen. Nachdem ich ein wenig damit geübt hatte, erzielte ich schon gleich viel bessere Schussergebisse. Wer damit aber trotzdem nicht klar kommt, benutzt am Besten die Mountbase, um darauf ein Reddot oder ein Zielfernrohr zu installieren.
http://furkaoberalp.de/reviewm14/S7000125.JPG
http://furkaoberalp.de/reviewm14/S7000127.JPG

Kimme und Korn bestehen komplett aus metall und sind über Rädchen höhen- und seitenverstellbar, so dass die Visierung optimal eingestellt werden kann.

SCHUSSTEST

Bei diesem Teil des Reviews muss ich euch leider enttäuschen, er ist noch nicht fertiggestellt. Da ich nur einen kleinen Garten und kein Spielfeld zur Verfügung habe und für den Schusstest nicht in einen öffentlichen Wald laufen möchte, sind meine Möglichkeiten sehr stark eingeschränkt.

Folgendes kann ich allerdings sagen: Auf die Entfernungen, auf die ich das M14 bereits testen konnte, ist es sowohl semi- als auch Vollautomatisch sehr genau. Das heißt, auch ein Ungeübter schütze sollte keine Probleme haben, auf 10 – 15 Meter noch ein ziel, etwa so gross wie eine Mülltonne, zu treffen. Ich habe das M14 bisher nur mit Marui 0.2 g BBs ausprobiert, mit diesen Läuft es sehr gut.

Über die Maximale und Effektive Reichweite kann ich leider aus den oben beschriebenen Gründen keine Angaben machen.

ZUBEHÖR

Mountbase: Die mitglieferte Mountbase besteht aus Metall und lässt sich mit schrauben problemlos auf der ASG montieren, um darauf ein Zielfernrohr oder ein Reddot anzubringen. Wer diese Möglichkeit nicht wahrnehmen möchte, schraubt die mountbase einfach ab und zielt über Kimme und Korn.
http://furkaoberalp.de/reviewm14/S7000128.JPG

Akku und Ladegerät: Beim Akku handelt es sich um einen ziemlich großen 8,4V NI-CAD 1200 mAh Akku, der in der Bohrung, die beim Original zur Aufnahme des Putzzeugs gedacht ist, hinter der Schaftklappe Platz findet. Mit dem mitgelieferten Ladegerät, das mit 600 mA lädt, wird der Akku in ca. 2,8 Stunden aufgeladen.

Sling: Hat eine grünlich-olive Farbe und glänzt unter direkter Lichteinstrahlung ein wenig. Wider Erwarten war dieser Sling bisher gut nutzbar und hat mir bisher im Haus und im Garten gute Dienste geleistet. Wer oft mit dem M14 skirmt, sollte sich dennoch die Anschaffung eines neuen, hochwertigeren Slings überlegen.

Auf die anderen Zubehörteile wie die BBs und den Putzstock gehe ich hier nicht näher ein, da ich denke, das sie nicht so interessant für das Review sind. Wenn gewünscht, kann ich sie aber auch gerne mit Bildern erläutern.

SKIRMTAUGLICHKEIT

Das M14 ist ein Gewehr, das sich fürs CQB absolut nicht eignet, denn es ist dafür einfach zu unhandlich. Daher sollte es eher außerhalb von Gebäuden eingesetzt werden, wo es mit seiner hohen Reichweite und Präzision gut zur Geltung kommt, auch eine Verwendung als DMR ist durchaus denkbar.

Da ich eher der Sammel- als der Spieler-Typ bin, konnte ich das M14 noch auf keinem Skirm testen. Wenn sich mir die Gelegenheit dazu bietet, werde ich diesen Punkt natürlich noch ergänzen.

BEWERTUNG & FAZIT

Ich kann das M14 nur empfehlen. Es befriedigt sowohl die Ansprüche von Spielern als auch von Sammlern, da es nicht nur sehr gut und vorbildgetreu verarbeitet ist, sondern auch eine gute Reichweite und Präzision bietet.

PRO:
- viele Metallteile verarbeitet, dadurch hohes Gewicht
- Schönes Holzimitat
- Nette Gimmicks: Originalfunktionen Nachgebildet
- Hohe Reichweite
- Präzise
- Sehr wenig Leerschüsse
- Insgesamt gute Verarbeitung

CONTRA:
- sehr leicht verkratzende Metallteile
- Flugrost auf dem Magazin
- Hop-Up Einstellrädchen schlecht positioniert


Vergleichbar ist das M14 mit der Well R-Serie, der Cybergun AK-Serie und anderen neuen Airsofts von Herstellern wie Boyi oder Both Elephant.

Das M14 kann bei diesen Shops erworben werden:
BEGADI
Softair-Professional
Sniper-Airguns

Bei den meisten Shops ist das M14 derzeit ausverkauft, deshalb auch noch keine Preisangabe hier.

Ich möchte nicht, das dieses Review ohne meine Genehmigung auf anderen Webseiten, in anderen Foren oder sonstwo veröffentlicht wird, allerdings würde ich mich über Fragen, Anregungen usw. hier im Thread oder auch per PN freuen. Ich beisse nicht. ;-)

Das Copyright des Textes zur Realsteel liegt bei den Autoren des Wikipedia-Artikels.

Cratcher
08.02.2007, 21:36
Da ich eher der Sammel- als der Spieler-Typ bin, konnte ich das M14 noch auf keinem Skirm testen. Wenn sich mir die Gelegenheit dazu bietet, werde ich diesen Punkt natürlich noch ergänzen.
Kommt noch ;)

Ersteinmal:
Sehr schönes Review. Gleich zwei Reviews von der gleichen Waffe. Nett :)

Erste Frage:
Kann man die AEG gut zerlegen? Wie lässt sie sich öffnen? 2-3 Schrauben lösen?

Kann man für Transportzwecke die Waffe irgendwie verkleinern? Vorne den Lauf abschrauben oder sowas in der Art?

Ich habe nun bereits in paar AEG´s gesehen die nur aus Metall waren ohne Holzimitate. Weißt du wo man diese kaufen kann? Oder würdest du sowas nicht empfehlen da das Metall schnell zerkratzt?

mfg Cratcher