PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [Review] ICS AK-74M by Wolverine



Wolverine
22.09.2006, 18:12
Inhaltsverzeichnis

1. Das Vorbild
1.1 Von der AK-47 zur AK-74
1.2 AK-74M
2. Ein Paket kommt an
3. Verpackung und Lieferumfang
4. Erste Eindrücke
5. Vergleich der technischen Daten Original/SAEG
6. Die ICS AK-74M im Detail
6.1 Schulterstütze // Akkufach
6.2 Systemgehäuse
6.3 Feuerwahlhebel
6.4 Anbauschiene für optisches Gerät
6.5 Abzug // Magazinschacht
6.6 Markings und Lackierung
6.7 Gearbox // Motor
6.8 Gehäusedeckel
6.9 Verschluss // HopUp
6.10 Griff und Handschutz
6.11 Visiereinrichtung // Kornfuß // Reinigungsstab
6.12 Frontset // Handschutz // vordere Tragegurthalterung
6.13 Mündungsbremse
6.14 mitgelieferte HiCap-Magazine
7. Magazine
8. Tragegurt/Tragegurtbefestigungen
9. Bajonetthalterung
10. Optische Zielhilfen
11. Granatwerfer
12. Tuningmöglichkeiten
12.1 optische Tuningmöglichkeiten
12.2 Umwandlung einer ICS AK-74M in eine AK-103
12.3 interne Tuningmöglichkeiten
13. Schuss- und Funktionstest
13.1 Testergebnisse
13.1.1 Magazine
13.1.2 Akkus
13.1.3 Munition
13.1.4 HopUp
13.1.5 Abzug // GB // Lautstärke Abzug
13.1.6 Lauf
14. Ist die ICS AK-74M eine gelungene Kopie der originalen Izhmash AK-
74M?
15. Resumeé

1. Das Vorbild
1.1 Von der AK-47 zur AK-74
Das Kalaschnikow-Sturmgewehr, auch als AK, Kaschi, AK 47, und unter vielen weiteren
Pseudonymen bekannt, ist neben dem M16 das bekannteste und wahrscheinlich auch
das am meisten produzierte und verbreiteste Sturmgewehr auf der Welt. Diese weltweite
Bekanntheit hat sie auf Grund ihres einfachen Aufbaus, ihrer einfachen und schnell zu
erlernenden Handhabung, ihrer Robustheit und ihrer Zuverlässigkeit auch bei größter
Verschmutzung erlangt. 1949 wurde das Awtomat Kalaschnikowa, obrasza 47 kurz
AK-47 im Kaliber 7,62mm x 39 als Standard-Sturmgewehr in die Rote Armee eingeführt.
1959 wurde das AK überarbeitet (Gehäuse nun im Blechprägeverfahren, leichter,
robuster, neue Schulterstützen, neue Mündungsmutter, Magazine jetzt aus Plastik, …)
und löste unter der Bezeichnung AKM (M für Modernizowannij (modernisiert)) die
bisherigen AK-47 Modelle als Standardgewehr ab.
U. a. auf Grund der Einführung des M16s in die amerikanischen Streitkräfte und der damit
verbundenen Einführung eines kleineren Standardkalibers (5,56 x 45 (.223 Remington)
statt 7,62mm x 51 (.308 Winchester)) kamen auch in der UdSSR Überlegungen auf, ein
neues Sturmgewehr mit einem kleineren Kaliber zu entwickeln. Als Ergebnis wurde 1974
die AK-74 im Kaliber 5,45mm x 39 (M74 bzw. 13MZhV) als Nachfolger der AKM
vorgestellt und als neues Standard-Sturmgewehr der Roten Armee eingeführt.
Im Gegensatz zum AKM hat die AK-74 eine flachere Geschossflugbahn und eine damit
um etwa 100m erhöhte effektive Reichweite, gleichzeitig wurde die Genauigkeit verbessert.
Dank des geringeren Gewichts der neuen Patrone kann der Schütze mehr Munition mit
sich führen bzw. wird bei gleicher Munitionsmenge entlastet. Ebenfalls wurde der
Geschossaufbau so verändert, dass zum einen ein erheblich größerer Wundkanal entsteht
und zum anderen die Tendenz des Durchschusses verringert wurde. Optisch kann man
die AK-74 von der AKM zum einen durch die neuen weniger gekrümmten Magazine und
zum anderen durch die sehr effektive und im Gegensatz zur Mündungsmutter der AKM
sehr große Mündungsbremse, welche gleichzeitig als Mündungsfeuerdämpfer arbeitet,
unterscheiden. Die ersten Modelle wurden wie bei der AKM mit Schaft, Handschutz und
Handgriff aus Holz ausgeliefert. Spätere Produktionsserien erhielten aus u. a. aus
Gewichtsgründen diese Teile aus mattschwarzen, stabilen Plastik. Wie auch schon von
der AK-47 und von der AKM gibt es ein Modell mit klappbarer Schulterstütze, die AKS-74
(S für skladnoj / zusammenklappbar), wobei die Skelettschulterstütze hier nach links ans
Gehäuse geklappt wird, statt wie vorher bei der AK-47S bzw. der AKMS unter dem.
Ein weiteres Modell der AK-74 ist die AK-74N mit einer Halteschiene für Nachtsichtgeräte
an der linken hinteren Gehäuseseite. Das N steht hierbei für notschnoj = Nacht.

1.2 AK-74M
http://www.gac-forum.de/gallery/albums/userpics/10424/normal_AK-74M%20RS.jpg

Erfahrungen aus dem Afghanistankrieg zeigten, dass auch die AK-74 bzw. die AKS-74
verbessert werden kann. Daraufhin wurde die AK-74M Anfang der neunziger Jahre des
letzten Jahrhunderts entwickelt und es wurden folgende Änderungen vorgenommen:
-die bisher feste schwarze Plastikschulterstütze wurde klappbar gestaltet (basierend
auf den negativen Erfahrungen mit der metallischen Schulterstütze bei Hitze bzw.
Kälte),
-neuer verstärkter Systemkasten
-die Halteschiene für optische Geräte wurde jetzt standardmäßig angebracht,
-neue jetzt abnehmbare Mündungsbremse,
-der Lauf wurde ebenfalls verbessert, da die Patrone 7N10 doch sehr die Haltbarkeit
des bisher verbauten Laufs beanspruchte.

Die AK-74M sollte die bisherigen Modelle AK-74, AKS-74 und AK-74N ablösen, jedoch
verhindert dies die schwierige finanzielle Lage der ehemaligen Sowjetunion bzw. später
die finanzielle Lage von Russland, so dass nach wie vor noch die drei anderen AK-
Typen in der Truppe Verwendung finden.
Diese finanzielle Lage ist auch ein Grund dafür, warum die AK-74-Familie bisher noch
nicht vom dem wirklich innovativen Nachfolgemodell Abakan AN-94 abgelöst wurde.
So kommt es, dass die AK-74M, neben den auf ihrer Basis, ursprünglich für den
Export entwickelten AK-Modellen der 100er Serie, das aktuelle Sturmgewehr der
russischen Streitkräfte ist und auch in naher Zukunft bleibt.

Im nachstehenden Review möchte ich Euch die von ICS (www.icsbb.com (http://www.icsbb.com)) hergestellte
(S)AEG-Variante des aktuellen russischen Sturmgewehres vorstellen.

Die (S)AEG wurde mir freundlicher Weise von www.sniperairguns.de (http://www.sniperairguns.de) zu Verfügung
gestellt.

2. Ein Paket kommt an
Am Freitag bestellt und am Montag bekam ich von Sniperairguns per e-mail
die Bestätigung, dass die AK per DPD-Paket zu mir unterwegs sei. Dank der
mitgelieferten Auftragsnummer konnte ich auf www.dpd.net (http://www.dpd.net) jederzeit den
aktuellen Sendungsstatus mitverfolgen. Dienstag kam das Paket dann bei
mir gut verpackt in einem großen Karton bei mir an. Spannungsgeladen
öffnete ich vorsichtig das Paket und nachdem ich das Füllmaterial entfernt
hatte, konnte ich den stabilen schwarz/grau bedruckten ICS-Karton
entnehmen.

http://www.gac-forum.de/gallery/albums/userpics/10424/normal_Karton.jpg

3. Verpackung und Lieferumfang
Die ICS AK-74 kommt in einem stabilen schwarz/grau bedruckten Transportkarton. Auf dem Karton selber
sind links ein kleines Bild von Herrn Michail Kalaschnikow, der Hinweis auf die Fertigung unter Lizenz von
Cybergun (hält die Rechte an dem Namen Kalaschnikow für Spielzeugwaffen in Europa), die ICS AK-74M
selber, einen Aufkleber, der darauf hinweist, dass diese AK-74M der „new generation pre-upgraded aeg“
angehört und 5 mögliche/zukünftige Modelle (AK-74M assault rifle, AKS-74 assault rifle, AK-74 assault rifle,
AK-74U assault rifle (short version) und AK-105 assault rifle (short version)) zu finden. Diese Modellauswahl
findet man auch an allen vier Seitenkanten. Auf der Öffnungslasche findet man zusätzlich eine Serien-Nr.,
welche identisch ist, mit der Serien-Nr. auf dem Gehäuse der ICS AK-74M.

Zum Öffnen muss man zwei Laschen herausziehen und den stabilen Plastiktragegriff reindrücken. Hat man
den Deckel dann geöffnet, präsentiert sich einem die AK-74M in einer edel anmutenden weinroten Formplastik
mit samtartiger Oberfläche.
Neben der schwarzen AK findet man zwei schwarze ICS HiCap-Magazine (a 550 Schuß) aus stabilem Plastik
und eine Fülldose mit 2.000 Schuss 0.20g BBs.
Den Einstellschlüssel für das Korn sowie den Reinigungsstab findet man, wenn man die AK aus ihrer
Formplastik entnimmt. Weiterhin findet man eine sehr gut bebilderte und geschriebene Bedienungsanleitung
auf englisch und ähm….hmmm….taiwanesich (?) und einen ausgefüllten Qualitätscheckzettel von
Sniperairguns vor.

http://www.gac-forum.de/gallery/albums/userpics/10424/normal_Inhalt%201.jpg
http://www.gac-forum.de/gallery/albums/userpics/10424/normal_Karton%20Modellauswahl%203.jpg

http://www.gac-forum.de/gallery/albums/userpics/10424/normal_sniper.jpg
4. Erste Eindrücke
Wie so oft zählt auch hier der erste Eindruck und der ist bei dieser ICS AK-74M spitze. Ich konnte es kaum
erwarten, sie in die Hand zu nehmen, „zu befingern“ und genauer zu betrachten. Dank ihrer Größe (Länge
960mm) und des doch im Gegensatz zu anderen Airsoftwaffen höheren Leergewichts liegt sie mir persönlich
sehr gut in der Hand und lässt sich gut führen. Zum sehr positiven Ersteindruck tragen auch oder besser vor
allem die hohe Anfassqualität und die sehr gute Verarbeitung bei. Keine sichtbaren Spaltmaße, keine Grate,
keine Kratzer, keine Lecknasen, keine krummen Bauteile oder sonstige negativen Punkte. Auch die Original-
Markings sind sehr sauber und ordentlich eingeprägt worden. Spitze.
Da GSG der Importeur ist, habe ich auf Grund diverser schlechter Erfahrungen, Bedenken bei dem F, aber die
werden bei der Betrachtung desselbigen sofort zerschlagen. Das F, die Kaliberangabe und das Logo von GSG
sind meiner Meinung nach perfekt auf der linken Gehäuseseite etwas unterhalb der Seriennummer dezent
eingeprägt worden und stechen nicht hervor, kurz stören das Gesamtbild überhaupt nicht. Sauber GSG,
macht weiter so.

Um den ersten optischen Eindrücken weitere vom Innenleben folgen zu lassen und auch um mich selber nicht
weiter auf die Folter zu spannen, entnahm ich eines der beiden HiCaps, befüllte dieses mit meinen Standard-
BBs (Guarder 0,25g) und führte es in den passgenauen Magazinschacht ein. Im Akkufach (*Schulterstütze,
dazu mehr unter Punkt 6.1) brachte ich meinen 9,6V 2200mAh NiMH-Akku unter. Die Waffe wird
erwartungsgemäß hinten schwerer und liegt nun dank der besseren Balance noch besser und führiger in der
Hand. Den Feuerwahlhebel auf Einzelfeuer gestellt und nach den ersten Schüssen war ich von folgenden
Feststellungen sehr beeindruckt:
-sehr präzise
-sehr gute Stockreichweite (effektive 35Meter bei leichten Seitenwind)
-angenehm leiser Motor und auch leise Waffe
-sehr gutes Ansprechverhalten des Motors
-sehr schnelles Triggern möglich

Kurzum, ich war bisher sehr zufrieden.

http://www.gac-forum.de/gallery/albums/userpics/10424/Gesamt%20rechts.jpg
http://www.gac-forum.de/gallery/albums/userpics/10424/normal_Gesamt%20links%20besser%202.jpg

Optisch und technisch hat die ICS AK-74M den ersten Eindruck tadellos bestanden, doch jetzt geht’s ans
Eingemachte.

5. Vergleich der technischen Daten:
Hersteller:
Izhmash, GUS
ICS, Taiwan

Typ:
AK-74M
AK-74M

Preis:
-
359,00 Euro

Kaliber, mm
5,45mm
6mm

Geschossgröße
5,45mm x 39
6mm

System:
Gasdrucklader mit gehäusefestem Lauf, starre Verriegelung, Drehkopfverschluß
[S]AEG, HopUp einstellbar

Material
Systemgehäuse und Hauptbauteile aus Metall

Gesamtlänge
- Stock eingeklappt
704mm
nicht möglich

- Stock ausgeklappt
942mm
960mm

- Stock ausgeklappt
mit Bajonett
1130mm
1150m

Gesamthöhe
195mm
195mm

Gesamtbreite
70mm
70mm

Lauflänge
415mm
455mm

Zahl der Züge
4
keine

Drall
rechts
kein

Gewicht
Leer
3.400g
3.000g

mit geladenem 30 Schuss-Magazin
3.900g
-

Magazinkapazität
30 Schuss
550 Schuss (mitgeliefertes HiCap)

Visier Schussweite
bis max. 1000m, eingeteilt in 100m Schritten

effektive Reichweite
500m
35m

Gewicht des Geschosses
3,42g
0,20 bis 0,25g

Mündungsgeschwindigkeit
900m/s
-

max. Energie
1.377 Joule
ca. 1,0 Joule

Feuerrate
600 bis 650 Schuss/min
je nach Fingerleistung, In- oder Ausland, verwendeter Akku und Magazinkapazität

6. Die ICS AK-74M im Detail
6.1 Schulterstütze // Akkufach
Die Schulterstütze besteht wie beim Original aus schwarzem Plastik und ist das Akkufach der (S)AEG. Der
einzige Unterschied zum Original ist aber auch schon der für die ICS AK-74M markanteste: Die stabile
Schulterstütze ist bei der (S)AEG-Variante nicht seitlich anklappbar, sondern ist durch zwei Schlitzschrauben
fest mit dem Systemgehäuse verbunden. Warum ICS dieses Detail nicht umgesetzt hat, entzieht sich meiner
Kenntnis. Auf Grund der Länge von 960mm wäre eine anklappbare Schulterstütze vor allem im CQB oder auch
nur zum Transport von großem Vorteil.
Hinten links befindet sich einer der zwei vorhandenen Tragegurthaltebügel. Dieser ist aus schwarzem Metall
und beweglich auf einer kleinen schwarzen Metallplatte befestigt, welche selbst mit zwei Nieten an der
Schulterstütze angebracht wurde. Der Bügel selber nimmt Tragegurt mit einer Breite von 38 bis 40mm auf.
Um an das Akkufach zu gelangen, muss man die ebenfalls aus schwarzem Plastik bestehende
Abschlussplatte zur Schulterstütze, mit etwas Kraft nach unten drücken und dann nach hinten abnehmen. Bei
anderen (S)AEG-AK-Modellen gerne mal ein Teil, welches im Spiel verloren geht, sitzt sie hier doch sehr fest
in ihrer vorgesehenen Position. Wie sich das mit der Zeit auf Grund von möglicher Abnutzung verhält, wird sich
noch zeigen. Hier hab ich einen der sehr wenigen Kritikpunkte: Ich hätte mir die Abschlussplatte lieber aus
hochwertigem Gummi gewünscht, auch um einen besseren Halt im Anschlag zu bekommen, denn das
eingearbeitete Profil hält die Waffe nicht sonderlich gut in der Schulter und je nachdem, wie man die Waffe in
die Schulter drückt, macht sich das Profil unangenehm bemerkbar. Hier wäre also noch
Nachbesserungsbedarf vorhanden.
Das Akkufach selber macht einen geräumigen Eindruck und tatsächlich bietet es Platz für MidType-Akkus bis
9,6V und Custom-Akkus bis zu 12V. Weiterhin ist im unteren Bereich die Sicherung in einem wieder
verschließbaren Fach untergebracht. Der Anschluss des Akkus erfolgt über einen sog. Tamiya-Stecker.

http://www.gac-forum.de/gallery/albums/userpics/10424/normal_Schulterstuetze1.jpg
http://www.gac-forum.de/gallery/albums/userpics/10424/normal_Akkufach%202.jpg

6.2 Systemgehäuse
Soweit es mir von außen möglich, das Gehäuse zu beurteilen, ist es aus einem stabilen Metall gefertigt und
mattschwarz lackiert. Optisch kann ich keinen Unterschied zum Original feststellen, alle (bei der SAEG
angedeuteten) Querstreben sind an den richtigen Punkten, alle Halterungen sitzen richtig und es sind auch
nur die kleinen Sicken über dem Magazinschacht vorhanden.
Perfekt.

6.3 Feuerwahlhebel
Der metallische Feuerwahlhebel befindet sich wie bei jeder AK auf der rechten Seite des Systemgehäuses. Er
macht ebenfalls einen sehr guten Eindruck und ich kann ihn optisch nicht vom Original unterscheiden.
Die einstellbaren Funktionen sind wie auch die kyrillische Beschriftung identisch mit dem Original. Perfekt.
Auch lässt er sich, wenn man im Anschlag liegt, für Schützen mit längeren Fingern sehr gut vom Griff aus mit
der rechten Hand einstellen.

http://www.gac-forum.de/gallery/albums/userpics/10424/normal_Feuerwahlhebel%202.jpg
http://www.gac-forum.de/gallery/albums/userpics/10424/normal_Feuerwahlhebel.jpg

6.4 Anbauschiene für optisches Gerät
Wie beim Original ist an der linken hinteren Gehäusehälfte eine Montageschiene für die gängigen russischen
Original-Optiken bzw. deren Nachbauten vorhanden. Diese ist mit Inbusschrauben befestigt und kann bei
Bedarf abgenommen werden.

http://www.gac-forum.de/gallery/albums/userpics/10424/normal_Optikschiene%202.jpg

6.5 Abzug // Magazinschacht
Der Abzug selber sitzt geschützt von einem Metallbügel direkt unter dem Gehäuse und lässt sich sehr gut
betätigen. Spiel ist nicht erkennbar.
Allerdings lässt sich der Schutzbügel bei meiner AK in dem Bereich, in dem der Bügel am Griff sitzt, leicht
nach oben bewegen. Ob das so sein soll, kann ich nicht beantworten, aber schön ist es nicht unbedingt.

Der Magazinschacht ist sehr sauber in das Gehäuse eingearbeitet worden und nimmt die von mir getesteten
AK-Airsoftmagazine (siehe 13.1.1) problemlos auf. AK-typisch müssen die Magazine erst vorne eingehakt
werden, bevor sie dann hinten eingerastet werden können. Zum Entnehmen greift man das Magazin am
besten mit der Führungshand und drückte mit den Daumen den Magazinsicherungshebel (sitzt zwischen
Magazin und Abzug) in Richtung Magazin und zieht dann das Magazin erst hinten etwas aus dem Schacht,
um es dann vorne problemlos aushaken und abschließend entnehmen zu können.
Sowohl das Einführen als auch das Entnehmen funktioniert mit den von mir getesteten Magazinen
einwandfrei.
Keines der Magazine zeigte Spiel. Saubere Arbeit!

6.6 Markings und Lackierung
An der linken Gehäuseseite auf Höhe des Magazinschachtes findet man die sehr sauber ausgeführten
Markings vor. Eingestanzt sind eine fortlaufende Seriennummer und die Original Kalaschnikow-Brandmarks.
Ebenfalls sehr sauber wurden die Kaliberangabe, der Importeur (GSG) und das F eingelasert. Wie unter Punkt
4 Abs. 1 UAbs. 2 beschrieben: Spitze.
Alle Metallteile der AK-74M sind mattschwarz lackiert. Der Lack selber macht einen sehr guten Eindruck, ist
sehr sorgfältig aufgetragen und meiner Meinung nach dürfte er einiges aushalten. Sehr gut.

http://www.gac-forum.de/gallery/albums/userpics/10424/normal_Markings.jpg

6.7 Gearbox // Motor
Als Gearbox kommt die neue ICS V3 Gearbox zum Einsatz. Die Gearbox wird von dem neuen ICS Turbo 3000
super torque Motor angetrieben, welcher im Vergleich zum bisherigen ICS 2000 Motor leistungsstärker sein
soll. Den ICS Turbo 2000 Motor kenne ich aus diversen ICS SAEGs der MP5-Serie. Einen direkten Vergleich
kann ich auf Grund der mir bisher gegebenen Möglichkeiten nicht vollziehen, dazu wäre der Einbau eines ICS
Turbo 2000 Motors in die AK nötig. Mir ist aber doch ein besseres Ansprechverhalten und auch ein runderer
und daher auch eingehender leiser Lauf aufgefallen, der Turbo 2000 läuft rauer.
Zur GB und deren Innereien selber kann ich bisher noch nichts sagen, werde ich jedoch bei nächstmöglicher
Gelegenheit nachholen.Von der ersten Performance her würde jedoch sagen, dass ungefähr eine M95 bis
M100 verbaut wurde und dass das System bisher gut funktioniert.

6.8 Gehäusedeckel
Der Gehäusedeckel bei dieser ICS AK-74M ist entsprechend dem Original geprägt und aus stabilem,
mattschwarz lackiertem Metall. Einige ICS AK-74M werden auch mit einem glattem Deckel ausgeliefert
(vergleiche hierzu den Gehäusedeckel der TM AK-47). Auch im Original gibt es diese Variante. Beides ist also
legitim.
Um den Deckel zu entfernen, muss man den am Ende der Verschlussfeder befindliche Sperrknopf eindrücken
und dann den Deckel nach hinten abheben. Zum Vorschein kommt, im Gegensatz zu den AK-Modellen von
TM, GSG und CA, wie beim Original die Verschlussfeder, die Verschlussführungsfederstange und der
Verschluss. Um beim Original die Verschlussfederführstange, Verschlussfeder und den Verschluss zu
entnehmen, muss man diesen Sperrknopf erneut eindrücken. Hier weicht die ICS etwas vom Original ab, denn
bei der ICS muss man die Führstange am Sperrknopf etwas nach vorne drücken, dann kann man diese
Einheit entnehmen. Sehr detailreich gelöst, Bravo.

http://www.gac-forum.de/gallery/albums/userpics/10424/normal_Deckel%20ab%201.jpg
http://www.gac-forum.de/gallery/albums/userpics/10424/normal_Deckel%20ab%202.jpg

6.9 Verschluss // HopUp
Der Verschluss ist ebenfalls mattschwarz lackiert und aus stabilen Metall. Erneut brilliert das ICS AK mit
Detailtreue, denn im Gegensatz zu den AK-Modellen von TM, GSG und CA, kann man den Verschluss, wenn
die Waffe nicht gesichert ist, wie beim Original ganz nach hinten durchziehen. Beim Original hätte dieser
Vorgang nun zur Folge, dass eine evtl. im Patronenlager befindliche Patrone ausgeworfen werden würde, hier
wird allerdings das gut einstellbare HopUp freigelegt.
Das HopUp selber ist dem TM sehr ähnlich und wird ebenfalls wie dieses eingestellt, d. h. bevor man die
Einstellung durch einen Schiebevorgang verändern möchte, hat man eine Kreuzschraube zu lösen.

http://www.gac-forum.de/gallery/albums/userpics/10424/Deckel%20ab%20drauf.jpg
http://www.gac-forum.de/gallery/albums/userpics/10424/normal_Deckel%20ab%20drauf%20Deatil.jpg

http://www.gac-forum.de/gallery/albums/userpics/10424/normal_HU%201.jpg

6.10 Griff und Handschutz
Beide sind aus schwarzem Plastik und machen ebenfalls einen stabilen Eindruck. Das
hier verwendete Plastik unterscheidet sich durch die rauere Oberfläche etwas von dem
Material der Schulterstütze. Der Griff selber ist bei meiner Waffe etwas locker
gewesen, das Problem konnte aber durch das Anziehen der Schlitzschraube im
Griffboden behoben werden. Ansonsten liegt die Waffe dank der Form und des
Materials des Griffs bzw. des Handschutzes sehr gut und sicher in meiner Hand,
wobei das Adjektiv „sicher“ bei jedem Schützen auch von anderen individuellen
Faktoren wie z. B. Handschweiß, Größe der Hände & Arme, verwendete Handschuhe,
Außentemperaturen etc. beeinflusst wird. Auf jeden Fall tragen beide zum sehr
positiven Gesamtbild der Waffe bei.

6.11 Visiereinrichtung // Kornfuß // Reinigungsstab
Das Visier ist AK-typisch ein offenes Kurvenvisier mit einer max. Visiereinstellung für
Entfernungen von 1.000m, unterteilt in Schritten von 100m und einstellbar durch einen
per Druckknopf verstellbaren Reiter.
Wie auch schon bei anderen Reviews gelesen, hat das Kurvenvisier ein Spiel von 1 bis
2mm nach rechts bzw. links. Leider ist das hintere Visier nicht seitlich einstellbar, so
dass es bei Gebrauch vorkommen kann, dass sich die Trefferlage nach links oder
rechts verändert. Hier wäre eine etwas stabilere Konstruktion ohne Spiel sehr sinnvoll.
Sollte es einen auf Dauer zu sehr stören, sollte die Anbringung einer optischen Zielhilfe
Abhilfe schaffen.
Vorne findet man ein durch einen halb geschlossenen Ring geschütztes Korn, welches
man unter Verwendung des beiliegenden Einstellschlüssels in der Höhe einstellbaren
kann. Der Kornfuß ist auf ein auf dem Außenlauf eingearbeitetes Gewinde
aufgeschraubt und in die entsprechende Position gebracht. Damit sich diese Position
auch nicht mit der Zeit verändert, hält eine Inbusschraube auf der Unterseite des
Kornfußes diesen in Position. Diese Schraube hält ebenfalls den Reinigungsstab,
welcher wie beim Original unterhalb des Außenlaufs angebracht ist, in seiner
Halterung. Bei meiner AK sitzt der Kornfuß sicher in Position, Wackeln definitiv
Fehlanzeige.

http://www.gac-forum.de/gallery/albums/userpics/10424/Frontset%201.jpg

6.12 Frontset // Handschutz // vordere Tragegurthalterung
Das Frontset ist ebenfalls aus einem stabilen Metall gefertigt und wieder mattschwarz
lackiert und entspricht optisch genau dem Original.
Der Handschutz ist, wie unter Punkt 6.10 beschrieben, aus griffigem Plastik und lässt
sich, nachdem man jeweils eine entsprechende Sicherung gelöst hat, abnehmen.
Beides sehr detailliert gelöst. Super.
Genau vor dem unteren Handschutz befindet sich auf der linken Seite die vordere
Tragegurthalterung. Sie ist ebenfalls aus Metall und ist ein Teil der Platte, die den
unteren Handschutz in Position hält.

http://www.gac-forum.de/gallery/albums/userpics/10424/normal_Halte%F6se%20vorn.jpg

6.13 Mündungsbremse
Die Mündungsbremse ist ebenfalls aus einem schwarz lackierten Metall und sitzt auf
einem 14mm Negativgewinde und wird durch einen im Kornfuß befindlichen
Haltebolzen gehalten. Um die Mündungsbremse abzuschrauben, muss der
Haltebolzen hinten gehalten werden.

6.14 mitgelieferte HiCap-Magazine
Beide mitgelieferten HiCap-Magazine fassen 550 Schuss und sind aus einem
schwarzen Plastik gefertigt (Handschutz). Die Einfüllöffnung befindet sich auf der
Oberseite der Magazine und wird von einem stabilen Plastikdeckel verschlossen.
Das Laderad befindet sich auf der Unterseite und lässt sich gut aufziehen (zum Körper
hin drehen).
Das Magazin wurde eingehender unter Punkt 13.1.1 a) getestet.

7. Magazine
Hier eine Übersicht der zur Zeit auf dem internationalen Markt erhältlichen Magazine für (S)AEGs der AK-Serie, sortiert nach Art (MilSim, LoCap, MidCap, HiCap, DrumMag). (Ob und wie sie mit der ICS AK-74M kann ich bisher nur für drei Magazine sagen (siehe dazu Punkt 13.1.1)):

Vorweg noch die Erkennungsmerkmale bei den originalen AK-47, AKM und AK-74-
Magazine, welche man bis auf bei den Star MilSim-Magazinen (Gehäuse aus Plastik) ebenfalls bei den Airsoftmagazinen wieder findet:

AK-47: starke Krümmung, Gehäuse aus Metall, Rillen auf den beiden
Außenseiten, schwarz
AKM: Krümmung identisch mit den AK-47- Magazinen, Gehäuse aus
Plastik bzw. Bakelit, glatte Oberflächen auf der Außenseite, erste
Serien in rotbraun, später in schwarz
AK-74: leichte Krümmung, Gehäuse aus Plastik bzw. Bakelit., glatte
Oberflächen auf den Außenseiten, erste Serien rotbraun bzw. in
Bakelit, später in schwarz

Tokyo Marui
- AK-47 Form LoCap (70 Schuss, Metall)
- AK-47 Spetsnaz HiCap (250 Schuss, Metall)
- AK-47 Form HiCap (600 Schuss, Metall)

Classic Army
- AK-47 Form LoCap (70 Schuss, Metall)
- AK-47 Form HiCap (600 Schuss, Metall)
- AK-74 Form HiCap (600 Schuss, Plastik)

DFG
- AK-47 Form HiCap (1.150 Schuss, nn)

GSG
- AK-47 Form LoCap (70 Schuss, Metall)
- AK-47 Form MidCap (150 Schuss, Metall)
- AK-.47 Form HiCap (300 Schuss, Metall)

G&G
- AK-47 Form HiCap (600 Schuss, Metal)
- AKM Form HiCap (600 Schuss, Plastik, rotbraun)
- AKM Form HiCap (600 Schuss, Plastik, schwarz)

G&P
- AK-47 Form MidCap (150 Schuss, Metal)
- AK-74 Form MidCap (150 Schuss, Plastik in Bakelit-Optik)
- AK-74 Form MidCap (150 Schuss, Plastik, rotbraun)
- AK-74 Form MidCap (150 Schuss, Plastik, schwarzschwarz)

Hero Arms
- AK-47 Drum Mag Form HiCap (3.000 Schuss, Metal)

ICS
- AK-74 Form HiCap (550 Schuss, Plastik)

MAG
- AK-47 Drum Mag HiCap (3.000 Schuss, Metal)

Star
- AK-47 Form MilSim (30 Schuss, Plastik)
- AK-74 Form LoCap (70 Schuss, schwarz)
- AK-74 Form MidCap (160 Schuss, Plastik, rotbraun)
- AK-74 Form MidCap (160 Schuss, Plastik, schwarz)
- AK-74 Form HiCap (400 Schuss, Plastik, rotbraun)
- AK-74 Form HiCap (400 Schuss, Plastik, schwarz)
- AK-47 Drum Form HiCap (3.000 Schuss, Metal)
- AK-47 Drum Form HiCap (3.500 Schuss, Metal)

VFC
- AK-74 Form MidCap (120 Schuss, Plastik)

Weitere:
- Guarder Umbaukit für TM AK-47 Magazine auf AKM-Optik

8. Tragegurt/Tragegurtbefestigungen
Ein Tragegurt befindet sich nicht im Lieferumfang der Waffe. Original Tragegurte bekommt man z. B. günstig
bei ebay.de (~ 10,00 Euro ohne Versand) oder man legt sich den AK-Tragegurt von Tokyo Marui (ungefähr
20,00 Euro), Classic Army (ungefähr 10,00 Euro) oder ICS zu. Ebenso kann man moderne taktische
Tragegurte benutzen, ich würde aber alleine schon aus stilistischen Gründen die Originalen empfehlen.
Dank guter Kontakte nach Russland, habe ich den neuen taktischen AK-Tragegurt bekommen und kann ihn
bedenkenlos empfehlen (siehe Bilder).

http://www.gac-forum.de/gallery/albums/userpics/10424/normal_Gurt%20links.jpg
http://www.gac-forum.de/gallery/albums/userpics/10424/normal_Gurt%20rechts.jpg

9. Bajonetthalterung
Da ich im Besitz eines originalen AK-74 Bajonett bin, habe ich mir mal den Spaß gemacht, und
das Bajonett zu Schauzwecken aufgepflanzt. Es passt problemlos und wackelt nicht. Top.

10. Optische Zielhilfen
Dank der ebenfalls wie beim Original an der linken hinteren Gehäuseseite angebrachten
Montageschiene, ist es möglich, alle für diese Schiene hergestellten Optiken anzubringen, sei
es nun die russischen Original-Optiken oder deren Replikas.
Genauso ist es möglich entsprechende Halterungen für RedDots an dieser Schiene anzubringen.
Auf Grund der aktuellen Entwicklung bei der Gruppe A („Alfa“) und der Gruppe V („Vympel“) (beides
Spezialeinheiten des FSB (ex-KGB)) ist es durchaus legitim, RedDots westlicher Firmen wie z. B. das
Aimpoint Comp M2 oder das Trijicon ACOG auf den modernen AKs zu montieren.

11. Granatwerfer
Es besteht hier in Deutschland die Möglichkeit, die ICS AK-74M durch zwei Airsoft-Granatwerfer im Design
der russischen Originale optisch als auch spieltechnisch aufzuwerten.
Zum einen wäre da der G&P GP-25 und zum anderen der Star GP-30.
Der GP-25 verschießt ausschließlich spezielle Hülsen, diese sind aber im Design der russischen VOG-25
Granate. Der Nachfolger des GP-25 ist der GP-30 und diesen gibt es sowohl von Classic Army als auch von
Star. Der GP-30 ist auf dem deutschen Markt bisher jedoch nur von Star erhältlich.
Wie gut die Granatwerfer zu befestigen sind und wie Passgenau die Granatwerfer verarbeitet sind, entzieht
sich leider meiner Kenntnis.

12. Tuningmöglichkeiten
12.1 optische Tuningmöglichkeiten
Neben entsprechenden Zielhilfen und Granatwerfern kann man die AK mit anderen Griffen und den taktischen
RIS-Handguards, z. B. von King Arms optisch aufwerten. Aber Achtung: Die Handguards der ICS AK werden
anders befestigt als die bei den TM/GSG-AKs.
Laser sieht man an modernen AKs selten, jedoch werden vor allem bei den Spezialeinheiten des FSB (Alfa,
Vympel, CSNs, ROSNs) seit einiger Zeit RedDots (siehe Punkt 10), taktische Frontgriffe (z. B. Surefire
Millenium Foregrip) und auch taktische Lampen (ebenfalls SureFire, div. Modelle) erprobt, vor alle, für
Antiterroreinsätzen.
Mit etwas Basteleinsatz dürften sich auch Originalteile an die AK-74M anpassen lassen, so dass z.B. auch
die MPi AK-74N der ehemaligen NVA oder, wenn man nicht warten kann, eine AK-74 als weitere Variante der
ICS AK-74M machbar sein sollten.

12.2 Umwandlung einer ICS AK-74M in eine AK-103
Um die ICS AK-74M in eine AK-103 (Kaliber 7,62mm x 39) umzuwandeln, benötigt man nur Magazine in
AKM-Optik. Einfacher geht’s schon nicht.

12.3 interne Tuningmöglichkeiten
Dank der GB V3 stehen einem eine gute Tuningbasis und eine breite Palette an Tuningmöglichkeiten zur
Verfügung. Evtl. würde ich zu dem Einbau einer M110 raten, notwendig ist es auf Grund der guten Basis
jedoch nicht unbedingt. Ebenfalls kann man den Motor gegen einen anderen Motor (Short Type) und den Lauf
gegen einen Tuninglauf austauschen, aber auch hier sehe ich keinen sofortigen Handlungsbedarf.

Achtung: Bei jedem Leistungssteigernden Tuning gilt: Hier darf nur ein Büchsenmacher ran und die
Waffe muss nachher ein neues „F“ vom Beschussamt erhalten.

13. Schuss- und Funktionstest
Nachdem die Waffe bisher einen sehr positiven Eindruck hinterlassen hatte und auch die ersten
Probeschüsse zufrieden stellend verlaufen sind, wollte ich genauer wissen, wie gut das Trefferbild insgesamt
ist.
Ich habe sie sowohl auf 10m als auch auf 15m stehend aufgelegt geschossen.
Der Schusstest fand in einer entsprechend großen Halle statt.

Für den gesamten Schusstest standen mir folgende Artikel zur Verfügung:
1x Akku 8,4V 1900mAh NiCD X-Cell
1x Akku 9,6V 1100mAh NiMH GP Zellen
1x Akku 9,6V 2200mAh NiMH GP Zellen

0,20h BBs der Marke Excel
0,23g BBs der Marke Xtreme Precision
0,25g BBs der Marke Guarder
0,28g BBs der Marke Guarder

TM AK-47 LoCaps
GSG AK-47 LoCaps
ICS AK-74 HiCaps

Die LoCaps wurden für jeden Schusstest mit jeweils 70 Schuss geladen
Die HiCaps wurden voll geladen.

13.1 Testergebnisse
Eigentlich hatte ich geplant, von jedem Test die jeweils verwendete Zielscheibe hier zu präsentieren. Obwohl
der Test jeweils stehend aufgelegt stattgefunden hat, ist es uns leider nicht gelungen, 5 Schüsse ohne
minimalste Verwacklungen hinzubekommen. So hatte man immer einen oder zwei Ausreißer, die das
Trefferbild verfälschten.
Um aussagekräftige Zielscheiben hier präsentieren zu können, hätte die Waffe in einem speziellen Gestell fest
eingespannt sein müssen (meine nächste Bastelaufgabe).
Nichts desto trotz haben sich trotzdem auswertbare Ergebnisse bei dem mehrstündigen Test
herauskristallisiert:

13.1.1 Magazine
a) ICS AK-74 HiCaps
Beide ICS HiCaps haben tadellos mit allen Munitionssorten funktioniert. Keine Zuführprobleme. Auch ließen
sich beide Magazine sehr gut in den Magazinschacht ein- und ausführen. Ebenso ist erwähnenswert, dass
max. 35 BBs in den Magazinen verbleiben, dem Schützen also gut 515 Schuss zur Verfügung stehen, bevor
ein Magazinwechsel getätigt werden muss. Mit einem aufgezogenen Magazin stehen einem gut 60 Schuss zu
Verfügung, bis man erneut am Spannrad drehen muss. Dieses funktioniert eingesetzt ebenfalls sehr gut.

http://www.gac-forum.de/gallery/albums/userpics/10424/normal_Magazin.jpg

http://www.gac-forum.de/gallery/albums/userpics/10424/normal_Magazine.jpg
b) Tokyo Marui AK-47 LoCaps
Auch die verwendeten TM LoCaps funktionierten mit allen Munitionsarten tadellos. Auch hier keinerlei
Zuführprobleme.
Ebenfalls gab es keinerlei Handhabungsprobleme, lassen sich sehr gut in den Magazinschacht ein- und
ausführen. Bis zu 4 BBs verbleiben in der Zuführung, es stehen dem Schützen also gut 66 Schuss zur
Verfügung.

c) GSG AK-47 LoCaps
Hier hatte ich bei allen verwendeten Magazinen Zuführprobleme, welche sich bei dem betroffenen Magazin mit
einigen Leerschüssen darstellten. Diese konnten dadurch behoben werden, dass man beim Schießen das die
Waffe am Magazin festhält und dieses richtig in den Magazinschacht drückt. Konstruktionsbedingt fehlt bei
der hinteren Haltevorrichtung ein kleines Stück bzw. das Haltestück ist im Gegensatz zum TM zu schmal, so
dass das Magazin nicht richtig aufgenommen wird und die BBs nicht richtig zugeführt werden können.
Trotz dieses Makels, kann man die GSG-Magazine als empfehlenswert einstufen.

d) VFC AK-74SU MidCap
Dank sideburns (Team Nemesis-Airsoft) hatte ich die Möglichkeit sein VFC AK-74SU MidCap testen zu
dürfen. Auch hier funktioniert alles tadellos und auch die Optik stimmt. Super.

13.1.2 Akkus
Sowohl 8.4V als auch die ebenfalls verwendeten 9.6V Akkus kann ich bedenkenlos empfehlen. Mit beiden
Spannungen zeigte die ICS AK-74M eine gute Performance. Schnelles Triggern ist mit beiden Akkus kein
Problem.
Eine bessere Schussleistung kann ich aber den 9.6V Akkus bescheinigen.
Allerdings sollte man auch bei Akkus nicht zu Billigprodukten greifen, sondern sein Augenmerk auf qualitativ
hochwertige Akkus legen.

13.1.3 Munition
Einen klaren Sieger kann ich aus den verwendeten BBs nicht erkennen. Empfehlenswert sind auf jeden Fall
BBs mit einem Gewicht von 0.23 und 0.25g.
Mit 0.20g ist die Streuung auf einer Distanz von 10 Metern noch gerade so akzeptabel, auf 15 Meter war sie
schon in meinen Augen zu groß.
0.28g BBs sind für diese Stock-Waffe einfach eine Nr. zu schwer. Sollte man sich jedoch zu dem Einbau
einer 120er Feder entscheiden, stellen sie durchaus eine Alternative dar.
0.23 und 0.25g schwere BBs lagen in ihrem Trefferbild nach beieinander, alle BBs lagen in einem Radius von
2 bis 2,5cm beieinander.
Der Streukreis auf 15m vergrößerte sich bei den 0.23ern doch schon um einige Millimeter auf 2,5 bis 3cm,
jedoch ist dieser in meinen Augen nach wie vor sehr akzeptabel.

13.1.4 HopUp
Das HopUp arbeitet sehr gut, und lässt sich auch sehr gut einstellen. Je nach Munitionssorte muss es aber
entsprechend eingestellt werden.
Ein schnelles Wechseln von 0.23g auf 0.25g ist, vor allem bei größeren Distanzen nicht ohne kurze Korrektur
des HopUps möglich.
Man sollte sich also schon entscheiden, welche BBs man verwenden möchte.
Ist es aber einmal eingestellt, bleibt das Schussbild konstant.

13.1.5 Abzug // GB // Lautstärke
Der Abzug lässt sich sehr angenehm betätigen und spricht umgehend an. Schnelles Triggern ist problemlos
möglich.
Zur GB selber kann ich nur soviel sagen, dass sie angenehm leise arbeitet und ihren Teil dazu beiträgt, dass
die ICS AK-74M im Vergleich zu anderen (S)AEGs hörbar leiser arbeitet.
Ab Distanzen von 20m dürfte die Waffe durchaus schwerer zu orten sein, als andere.

13.1.6 Lauf / Präzision
Auf Grund ihrer Lauflänge ist die ICS AK-74M eine der präziseren (S)AEGs. Meiner Meinung nach, besteht
hier kein Handlungsbedarf, jedoch verbessert ein guter Tuninglauf die Präzision jeder Airsoftwaffe.
Achtung: Bei jedem Leistungssteigernden Tuning gilt: Hier darf nur ein Büchsenmacher ran und die
Waffe muss nachher ein neues „F“ vom Beschussamt erhalten.

14. Ist die ICS AK-74M eine gelungene Kopie der Izmash AK-74M
Ich denke, diese Frage kann ich durchaus mit „Ja“ beantworten. Zwar fehlt die anklappbare Schulterstütze,
was durchaus z. B. durch entsprechende Kontaktverbindungen realisierbar gewesen wäre, aber dieses Detail
kann ich auch auf Grund der doch großen Auswahl an verwendbaren Akkus verschmerzen.

15. Resumeé
Alle + und – Punkte sind auf die derzeit getestete Waffe zu beziehen und auf die bisher durchgeführten
Tests. Ob die Waffe dann das hält, was sie bisher verspricht, wird sie noch zeigen müssen. Dazu bedarf es
allerdings weiterer Tests. Es kann dann durchaus möglich sein, dass sich das Verhältnis + zu – entweder
positiv oder negativ verändert.

+ sehr gute Verarbeitung
+ erste AK-74M auf dem (S)AEG-Markt
+ sehr gute Detailtreue
+ fortlaufende Seriennummer
+ GB V3
+ ICS-Turbo 3000 Motor
+ sehr gute Out-of-Box-Performance
+ einfach zu einer AK-103 umzumodeln
+ kompatibel zu AK-Magazinen anderer Hersteller
+ 2tes Magazin im Lieferumfang
+ 2.000 BBs im Lieferumfang
+ großes Akkufach
+ Präzision
+ Tuningpotential
+ Verwendung von Original-Zielhilfen ohne Probleme möglich
+ sehr gute Kopie der originalen AK-74M und damit auch sehr interessant für Sammler

- Schulterstützenabschlussplatte hätte aus einem anderen Material sein müssen
- BBs sollten gegen 0.23g oder 0.25g ersetzt werden
- Kurvenvisier zeigt seitliches Spiel und ist leider nicht entsprechend zu arretieren
- Schulterstütze leider nicht wie beim Original klappbar
- Schutzbügel des Abzugs am Griff in der Horizontalen beweglich gestaltet

Dieses Review entstand in Zusammenarbeit und mit freundlicher Unterstützung der Firma Sniper Air Guns
(www.sniperairguns.de) (http://www.sniperairguns.de). Schönen Dank auch nochmal an Sideburns von www.nemesis-airsoft.de (http://www.nemesis-airsoft.de) Das
Copyright liegt beim Autor. Das Review oder Auszüge aus diesem dürfen nur unter vorheriger schriftlicher
Genehmigung vom Autor und in Verbindung mit w ww.sniperairguns.de anderweitig verbreitet oder
veröffentlicht werden. Zuwiderhandlungen werden entsprechend verfolgt.
Neben der AK findet man folgende Gegenstände auf den Fotos:
- Original russischer Kampfanzug "Partizan"
- Original russicher Chest Rig "Pioneer M23"
- Original russische BDU
- Original russische Kepies in "Partizan" und "Sumrak"
- Original AK-Bajonett
- Original russischer Poncho
Alle Artikel befindet sich zur Zeit in meinem Privatbesitz!



MfG Wolverine

Wolverine
29.09.2006, 19:00
€dit:
Hab mal die Möglichkeit genutzt und habe im Ausland eine ICS AK-74M auf Herz und Nieren getestet:

Selectorplate
King Arms Selectorplates funktionieren nicht. Diese muss man an einigen Stellen bearbeiten.

ROF des Motors
Die ROF des ICS Turbo 3000 Motors sowohl mit 8,4V als auch mit 9,6V ist sehr hoch. Tendenz Richtung High-Speed. Top


€dith 2:
Fragen und Kommentare bitte hier posten:

http://www.gac-forum.de/forum/showthread.php?p=28123